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Eine Einleitung zu einer Argumentation verfassen: Einleitungen untersuchen
Eine Aufgabenstellung auf der Grundlage des Textes „Leben wir auf zu großem Fuße?“ könnte z.B. so lauten:Umweltschützer sind der Ansicht, dass eine Einschränkung des privaten Konsums dringend nötig ist. Wirtschaftsvertreter hingegen lehnen eine solche Konsumsperre ab. Argumentiere, welche Vor- und Nachteile ein Konsumverzicht haben kann.
Leben wir auf zu großem Fuße?
Leben wir auf zu großem Fuße?
Der Ressourcenbedarf1 für unseren Konsum, unsere Ernährung, unser Wohnen und unsere Mobilität greift in vielfältiger Weise in die Natur ein. Wir hinterlassen dadurch symbolisch einen ökologischen Fußabdruck. Dieser fällt – je nach Konsumverhalten und Lebensstil – unterschiedlich groß aus.
Wir benötigen unter anderem Nahrung, Kleidung und andere Textilien, eine Wohnung, verschiedene Gebrauchsgegenstände. Außerdem ist Energie erforderlich: zum Heizen, für die Produktion von Konsumgütern, für ihren Transport und für unsere Mobilität. Dafür werden zum Beispiel Wälder abgeholzt, Flächen als Ackerland und Viehweiden genutzt, Meere bzw. Fischgründe geplündert, Böden für Bauten und Straßen versiegelt2, Erdöl- und Kohlelager ausgebeutet.
Würden alle Menschen so leben wie ein durchschnittlicher Deutscher, benötigten wir etwa zweieinhalb Planeten von der Qualität unserer Erde. Würden alle Menschen so leben wie ein durchschnittlicher Amerikaner, wären es sogar vier Erden. Die gesamte Menschheit nutzt zurzeit theoretisch eineinhalb Planeten.
Der weltweite ökologische Fußabdruck liegt demnach um 50% über dem, was unsere Erde nachhaltig3 zur Verfügung stellen kann. Wir leben also auf zu großem Fuß. Unser Lebensstil ist nicht zukunftsfähig, wir übernutzen unsere Erde.
Übrigens: Mit einem Fußabdruckrechner im Internet kann jeder seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ganz schnell berechnen.
Worterklärung:
1 Ressource: Quelle, natürlich vorhandener Bestand von etwas (in der Regel von Dingen, die die Menschen für ihr tägliches Leben benötigen, z.B. zur Ernährung oder zur Herstellung von Produkten)
2 versiegeln: durch Auftragen einer Schicht verschließen; gemeint ist das Bedecken des natürlichen Bodens durch Bauwerke von Menschen (Straßen, Gebäude etc.)
3 nachhaltig: auf lange Sicht, auf Dauer
Wir benötigen unter anderem Nahrung, Kleidung und andere Textilien, eine Wohnung, verschiedene Gebrauchsgegenstände. Außerdem ist Energie erforderlich: zum Heizen, für die Produktion von Konsumgütern, für ihren Transport und für unsere Mobilität. Dafür werden zum Beispiel Wälder abgeholzt, Flächen als Ackerland und Viehweiden genutzt, Meere bzw. Fischgründe geplündert, Böden für Bauten und Straßen versiegelt2, Erdöl- und Kohlelager ausgebeutet.
Würden alle Menschen so leben wie ein durchschnittlicher Deutscher, benötigten wir etwa zweieinhalb Planeten von der Qualität unserer Erde. Würden alle Menschen so leben wie ein durchschnittlicher Amerikaner, wären es sogar vier Erden. Die gesamte Menschheit nutzt zurzeit theoretisch eineinhalb Planeten.
Der weltweite ökologische Fußabdruck liegt demnach um 50% über dem, was unsere Erde nachhaltig3 zur Verfügung stellen kann. Wir leben also auf zu großem Fuß. Unser Lebensstil ist nicht zukunftsfähig, wir übernutzen unsere Erde.
Übrigens: Mit einem Fußabdruckrechner im Internet kann jeder seinen eigenen ökologischen Fußabdruck ganz schnell berechnen.
Worterklärung:
1 Ressource: Quelle, natürlich vorhandener Bestand von etwas (in der Regel von Dingen, die die Menschen für ihr tägliches Leben benötigen, z.B. zur Ernährung oder zur Herstellung von Produkten)
2 versiegeln: durch Auftragen einer Schicht verschließen; gemeint ist das Bedecken des natürlichen Bodens durch Bauwerke von Menschen (Straßen, Gebäude etc.)
3 nachhaltig: auf lange Sicht, auf Dauer
Quelle: https://greenpeace.berlin/2015/08/oekologischer-fussabdruck
Lies jetzt die folgenden beiden Einleitungen und bearbeite dann die Aufgabe darunter.
Einleitungen
Einleitung A
Es ist eine Schnapsidee, immer weiter zu konsumieren, als wäre gar nichts. Ich finde das richtig verantwortungslos. Ich finde nämlich, dass man einfach auf seine Umwelt und die kommenden Generationen achten muss und sie nicht einfach vor die Hunde gehen lassen kann. Deshalb stellt sich auch die Frage, ob wir auf Konsum verzichten sollten oder ob das Blödsinn ist. Die langen Transportwege vieler Güter schaden der Umwelt nämlich enorm und die Spätfolgen für das Klima sind nicht abzusehen. Aus diesem Grund finde ich es einfach doof, immer weiter zu konsumieren, als wäre gar nichts.
Einleitung B
Wie ich kürzlich gelesen habe, halten Vertreter der Industrie an einem immer weiter steigenden Konsum fest, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auf der anderen Seite warnen vor allem Umweltschützer vor den Folgen, die ein unverändert hoher Konsum auf lange Sicht haben könnte, und verweisen dabei auf den ökologischen Fußabdruck. Ist es also sinnvoll, auf Konsum zu verzichten, oder sind die Auswirkungen einer solchen Maßnahme vorwiegend negativer Art?
Es ist eine Schnapsidee, immer weiter zu konsumieren, als wäre gar nichts. Ich finde das richtig verantwortungslos. Ich finde nämlich, dass man einfach auf seine Umwelt und die kommenden Generationen achten muss und sie nicht einfach vor die Hunde gehen lassen kann. Deshalb stellt sich auch die Frage, ob wir auf Konsum verzichten sollten oder ob das Blödsinn ist. Die langen Transportwege vieler Güter schaden der Umwelt nämlich enorm und die Spätfolgen für das Klima sind nicht abzusehen. Aus diesem Grund finde ich es einfach doof, immer weiter zu konsumieren, als wäre gar nichts.
Einleitung B
Wie ich kürzlich gelesen habe, halten Vertreter der Industrie an einem immer weiter steigenden Konsum fest, um die Wirtschaft anzukurbeln. Auf der anderen Seite warnen vor allem Umweltschützer vor den Folgen, die ein unverändert hoher Konsum auf lange Sicht haben könnte, und verweisen dabei auf den ökologischen Fußabdruck. Ist es also sinnvoll, auf Konsum zu verzichten, oder sind die Auswirkungen einer solchen Maßnahme vorwiegend negativer Art?
Wähle aus, auf welche Einleitung die folgenden Aussagen jeweils zutreffen: auf Einleitung A, B oder auf beide Einleitungstexte.
- Es wird bereits ein Argument angeführt.
- Es gibt unnötige Wortwiederholungen.
- Die zentrale Fragestellung wird genannt.
- Die Einleitung ist sachlich formuliert.
- Es wird Umgangssprache verwendet.
- Die Wortwahl ist teilweise unangemessen.
- Die Einleitung passt zum Thema.
- Der Schreiber gibt seine eigene Meinung zu erkennen.